DEMETER - was ist das ?

Die Biologisch-Dynamische Landwirtschaft


Demeter-Höfe sind Betriebe, die seit mindestens drei Jahren nach der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise arbeiten. Der Verzicht auf synthetische Dünger und chemische Pflanzenschutzmittel ist hierbei ebenso selbstverständlich, wie die Ablehnung von künstlichen Zusatzstoffen in der Verarbeitung. Die strengen, über die EG-Bio-Verordnung deutlich hinausgehenden Richtlinien des Demeter-Verbandes werden konsequent eingehalten und überprüft. Angestrebt ist ein möglichst geschlossener Betriebsorganismus, in dem das Futter für die Haustiere auf dem eigenen Hof erzeugt wird und somit ein natürlicher Dünger entsteht, der die Fruchtbarkeit des Bodens steigert und das Pflanzenwachstum fördert. Um diese Prozesse weiter zu unterstützen, kommen zusätzlich biologisch-dynamische Kompost- und Spritzpräparate zur Anwendung, die ebenfalls meist eigener Herstellung entstammen.



Der Pflanzenbau zeichnet sich durch ausgeprägte Fruchtfolgen und vielseitige Kulturen aus. Auch die Untersuchung und Beachtung kosmischer Rhythmen trägt dazu bei, dass gesunde Pflanzen und daher lebendige, nahrhafte und wohlschmeckende Nahrungsmittel entstehen.
Die Tierhaltung ist aufgrund der notwendigen Mistproduktion von Demeter-Höfen nicht wegzudenken. Diese uns anvertrauten Geschöpfe werden entsprechend ihrem Wesen in möglichst artgerechten Ställen gehalten und bekommen Bewegung, frische Luft und nicht zuletzt achtsame Zuwendung durch den Menschen. Die Bauern streben ein gesundes Gleichgewicht zwischen Ackerfläche, Pflanzenbestand und Tierbesatz an, denn sie sind sich ihrer Verantwortung für die Gesundheit von Mensch und Erde sowie auch für die Gestaltung des ländlichen Lebensraumes bewusst. Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist die älteste der ökologischen Landbaurichtungen und basiert auf den „Geisteswissenschaftlichen Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft“ von Rudolf Steiner (1924). –  (R. Steiner legte das Fundament für die Anthroposophie, und er gab die entscheidenden Impulse für die anthroposophische Medizin, Heilpädagogik und das Konzept der Waldorfpädagogik.)