Feld und Wald

 
 

Arbeit am Boden

Die Grundlage für jede Form eines ökologischen Bauernhofs ist der Boden. Charakteristisch für Hof Mahlitzsch sind die fruchtbaren Löß-Böden. Hier siedelten bereits vor 5000 Jahren Menschen und betrieben Landwirtschaft, weil sie die besondere Fruchtbarkeit des Standortes erkannten. Im Umgang mit unseren Feldern ist uns dies eine große Verpflichtung, denn Böden haben „ein langes Gedächtnis.“

Die Struktur der Flächen ist kein Zufall, sondern Gestaltung. Die Weiden für die Milchkühe haben wir in Stallnähe eingerichtet, entferntere Wiesen nutzen wir für das Jungvieh oder zur Heugewinnung. Dazwischen liegen die Felder für die Hauptkulturen, und in den Tälern bewirtschaften wir Mischwald zur Holzgewinnung.                                          

Der Humusgehalt im Boden ist ein Hinweis auf seine Lebendigkeit und gleichzeitig wichtig um CO² zu binden. Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, achten wir auf eine langjährige Fruchtfolge. So bauen wir neben Getreide auch Hackfrüchte, Futterleguminosen und Ölpflanzen an. Der Boden liegt außerdem kaum brach, weil wir Zwischenfrüchte säen, die den Stickstoff für die Folgekultur im Boden festhalten und die Erosion durch Wind und Wasser verringern.

Herzstück der biologisch-dynamischen Landwirtschaft ist die Anwendung bestimmter Präparate für Boden und Pflanzen.  Zu ihrer Herstellung fügen wir verschiedene Heilpflanzen und tierische Hüllen zusammen.  Kräfte aus dem Kosmos fließen im Jahreslaufes in diese neuen Substanzen mit ein. Diese Kräfte in den Präparaten unterstützen Boden, Pflanze und Tier und bringen eine hohe Qualität in die von uns erzeugten Lebensmittel.

Mit unserer Tierhaltung, der Fruchtfolge, der organischen Düngung sowie den Präparaten pflegen wir ein stabiles System, das uns seit vielen Jahren zufriedenstellende Erträge liefert.

„Düngen heißt den Boden verlebendigen…“ (R. Steiner, „Landwirtschaftlicher Kurs“, 1924)