Vom Futtertisch in die Milch: Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Geschmack
Euch ist sicher bekannt, dass unsere Milchkühe fast ausschließlich von uns in Mahlitzsch erzeugtes Futter erhalten. Darunter sind Heu, Silage und Getreideschrot. Unter Silage versteht man übrigens fermentiertes Gras oder speziell dafür angebaute Gras-Leguminosemischungen. Wir halten die Kühe zur Milcherzeugung, daher haben sie einen bestimmten Energiebedarf. Um diesen mit unseren Mitteln abdecken zu können, erhalten die Tiere diese Futterzusammensetzung.
Selbstverständlich haben unsere Kühe zu jeder Zeit Zugang zu frischem Wasser. Und regelmäßig – ganz wichtig – auch zu frischen Möhren! Ja, genau. Von den aussortierten Möhren, die bei uns täglich anfallen, bekommen die Mahlitzscher Milchkühe kleine Portionen. Die Möhren sind sehr beliebt und verschwinden immer als erstes vom Futtertisch.
Übrigens schmeckt man das auch! Denn das Futter hat erheblichen Einfluss auf Geschmack, Aromen und auch die Nährstoffzusammensetzung der Milch. Vor allem der Fettgehalt in der Milch trägt zum Geschmackserleben bei, denn Fett ist ja bekanntlich Geschmacksträger. In den Wintermonaten gefüttertes Futter wie Silage oder Heu führt aufgrund des höheren Rohfaseranteils zu einem höheren Fettanteil in der Milch, manchmal übersteigt dieser sogar 5%. Sobald die Kühe im Frühjahr auf die Weide gehen, sinkt aufrgrund des niedrigeren Rohfaseranteils dieser Fettgehalt und man nimmt den Geschmack der Milch anders war. Diese Dynamik entsteht bei uns, da wir die Milch im Fettgehalt nicht einstellen - sie bleibt ein Naturprodukt.
Faktoren wie Haltungsbedingungen oder ob die Tiere Stress ausgesetzt sind, können zusätzlich Einfluss auf die Milch und ihren Geschmack haben.